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Auf dem Weg zur Essenz

Auf dem Weg zur Essenz | Meditation Hamburg

M.A. Wiebke Meyerding

Die meisten Menschen wünschen sich eine gerechtere, mitfühlendere und umweltfreundlichere Gesellschaft. Auf dem Weg dorthin können wir die Etablierung einer selbstverständlichen Spiritualität in unserem Alltag nicht mehr außen vor lassen.

Selbstverständlich meint garantiert, zweifellos und „aus dem Selbst heraus verstehend“. Dazu ist es nötig, dass Selbst zu erkennen. Es ist kein philosophisches oder psychologisches Konzept, sondern real erfahrbar und in jedem Menschen integriert. Es geht um unsere wahre Natur.
Das Selbst kann von jedem Menschen erkannt werden. Nicht mit dem Verstand und Intellekt – auch diese unterstützen dabei –, sondern der Intuition.

Um unsere Essenz in uns zu erfahren und verkörpern zu können, ist es nötig, dass wir uns entschieden auf den Weg begeben und dann auf Kurs bleiben. Für jeden Menschen entsteht dann Schritt für Schritt ein individueller und einzigartiger Pfad. Dieser erfordert viel Geduld, Zeit, Mut, wahren Willen und tiefes Vertrauen.
Das Ich erhält dabei eine Kränkung nach der anderen. Dabei gewinnen wir tiefe Erkenntnisse und erfahren, dass Liebe, echtes Glück, innerer Frieden und Erfüllung aus uns selbst heraus und unabhängig von äußeren Faktoren erlebbar sind.

Es ist ein Prozess, in dem wir uns weit über das Ego hinausbegeben. Egoschichten, die persönliches Leid verursachen, müssen dabei nach und nach losgelassen werden. Die Voraussetzung dafür sind tiefe individuelle Heilprozesse.

 

Was ist Spiritualität?

Spiritualität meint die stufenförmige Entfaltung der Fähigkeit zur Selbst-Erfahrung (direkte Erfahrung unseres wahren Wesens). Echte Spiritualität ist daher unabhängig von Religionen, Autoritäten, spezifischen Techniken und Methoden, besonderen Fähigkeiten oder Visionen. Diese können jedoch Teil des Weges sein.

Spirituell zu sein, bedeutet achtsam und bewusst zu sein. Und frei von Dogmen oder Ideologien zu bleiben, aber eine Haltung des Respekts gegenüber allen Lebenseinstellungen zu haben. Dann bedrängen und belehren wir andere nicht darüber, was wir subjektiv für den richtigen oder falschen Weg erachten, und werten und echauffieren uns auch nicht über den Bewusstseinszustand anderer. Vergleiche werden irrelevant. Das sind esoterischer Glamour und narzisstische Charakterstrukturen.

Spiritualität bedeutet bei sich zu sein, Achtsamkeit, Mitgefühl und Vertrauen in sich selbst zu kultivieren. Um Qualitäten wie Liebe, Fürsorge, Dankbarkeit, Zufriedenheit, Freude, Wahrheit mit Demut in die Welt zu bringen. In jedem Menschen sind diese Qualitäten vorhanden und können Schritt für Schritt realisiert werden. Dadurch erfahren wir als Gemeinschaft einen Aufschwung und können in unserer Gesamtheit als Menschheit wachsen.

Dabei benötigen wir „Werkzeuge“: Körper, Intellekt, Verstand und Emotion sind uns als natürliche Hilfsquellen gegeben, die uns auf dem Weg leiten können, wenn wir sie entsprechend schulen und trainieren. Und unterscheidungsfähig darüber sind, welche Verhaltens- und Gefühlweisen uns stärken und welche uns schwächen. 

 

Vom spirituellen Menschsein der Verbundenheit sind wir noch weit entfernt

Im Austausch mit Freunden und der Meditationspraxis wird deutlich, dass es in der aktuellen Informations- und Desinformationslage darum geht: Lerne deine eigene Wahrheit zu finden. Und auch deine eigenen Aufgaben für dich und die Gemeinschaft auf der Basis deines Potentials. Lerne auch die einzigartigen Fähigkeiten jedes Einzelnen zu achten und wertzuschätzen.

Der inneren Führung zu vertrauen und die eigene Kreativität zu leben hat neben der Befreiung von unseren tiefsten Ängsten jetzt oberste Priorität.

Dass die Erfüllung dieser Vision und damit die Entwicklung hin zu unserer wahren Natur und unseren höchsten Potenzialen und Möglichkeiten viel Zeit und Raum, ein achtsames Miteinander, und ein offenes Herz erfordern, ist logisch. Es geschieht nicht von heute auf morgen.

Alternative Heilformen, Meditation und Achtsamkeit, die den wesentlichen Weg dorthin bereiten, sind im Mainstream angekommen. Das ist wichtig. Aber sie sind zwangsläufig auch zu einem Konsumprodukt geworden. Daraus ergibt sich eine unüberschaubare Anzahl von spirituellen und heilerischen Angeboten, Programmen, Trainings und Coachings, die unrealistische, abgehobene und schnelle Lösungen bewerben oder Meditation und Achtsamkeit als Entspannungs- und Konzentrationsübungen vermarkten. So entstehen Irritationen, Missverständnisse und Ablenkungen auf dem spirituellen Weg.

 

Wie kommen wir beim reinen Bewusstsein an?

Die eigene Meditations- und Achtsamkeitspraxis sind maßgeblich. Sie geht einher mit kontinuierlicher individueller Heilarbeit, bei der auch psychotherapeutische Unterstützung wichtig sein kann.

Heilen bedeutet ganz zu werden. Heißt, die tieferliegenden Ursachen eigener negativer Gefühle wie Angst, Trauer, Wut, Schuld oder Scham sowie destruktive Gedanken– und Verhaltensmuster bei sich selbst zu erkennen, sich mit ihnen in eigens gewählter Form auseinanderzusetzen und sie schließlich loszulassen.

Es bedeutet, sich Schritt für Schritt innerlich und soweit wie möglich äußerlich in liebevoller und achtsamer Art und Weise aus rigiden Werte- und Normenkorsetten, begrenzenden Lebensmustern und negativen Beziehungen zu befreien.

Bis wir aufhören, uns ausschließlich mit unseren Gedanken, Gefühlen und unserem Körper zu identifizieren.

Kontinuierliche Übung gehört dazu

Wichtig ist zu verstehen, dass wir ohne Training nicht dazu in der Lage sind, über längere Zeit gedankenstill im Moment zu verweilen und im Alltag voll präsent zu sein. Das heißt in reinem, nicht wertendem Gewahrsein und damit im Selbst verankert zu sein.

Weil kein menschlicher Verstand frei von Schwächen und nur im Tiefschlaf oder tiefer Meditation perfekt ist. Die meiste Zeit verstrickt uns unser Verstand in Zweifel, Verwirrung, Erinnerungen oder selbstgemachten Fantasien. Wir sind identifiziert mit den Aspekten unseres Egos. Heilung und ein sattvischer Lebensstil sind daher ein lebenslanger Prozess.

Bewusstseinsebene um Bewusstseinsebene werden wir immer wieder mit den Strukturen unseres Verstandes konfrontiert: Existentiellen Fragen, wiederkehrenden persönlichen Lebensthemen, tiefen Ängsten, Traumata. Und sind dann dazu eingeladen, dies anzunehmen und uns am gegenwärtigen Moment auszurichten. 

 

Was wir jetzt tun können

Sich diesem Prozess jetzt bewusst zu stellen bzw. auf Kurs zu bleiben und die Energie hoch zu halten, ist das Beste, was wir tun können. Das heißt, immer wieder bei uns selbst beginnen. Die Heilung jedes Einzelnen wirkt sich auf dessen Familie und dann immer weitreichender aus.

Als bewusste Menschen sollten wir weder Ängste noch Zweifel schüren. Sondern ein realistisches – weder ein überdramatisierendes noch glorifizierendes – Weltbild vermitteln und gestalten. Geduld und Vertrauen in den globalen Prozess sowie Respekt, Achtung und Toleranz vor dem Prozess jedes Einzelnen sind jetzt wichtig.

Meditationsabend, Meditationsworkshop, Meditationswochenende in Hamburg, Frauenheilkreis